
Der bekannteste und in den meisten Dörfern gefeierte Brauch
ist die Fastnacht. Nachdem die winterlichen Arbeiten an den Spinnrädern in der Spinte
beendet waren, war die Fastnacht der Höhepunkt des Abschlusses. Dieser Brauch
beendete die Zeit zwischen Ernte und Aussaat. Der Fastnachtsumzug findet an
einem Sonnabend oder Sonntag (Januar, Februar auch bis Mitte März) statt. Die
Männer tragen Anzug, Schlips und manchmal Hut, die Mädchen haben die
spreewaldtypische Festtagstracht an. Nach einer Rede und einem Fototermin
folgt der eigentliche Umzug. Die Paare ziehen nun durch das Dorf, begleitet von
einer Kapelle. Besondere Dorfbewohner erhalten einen Ehrenbesuch, ihnen wird
das Zapuststräußchen angesteckt und es wird eine Ehrenrunde getanzt. Die so
geehrte Person bedankt sich mit Kaffee und Kuchen bei den Umzugspaaren. So eine
Tour durch das Dorf kann schon einige Stunden dauern. Meist beginnt der Umzug
um 13.30 Uhr und endet erst am Abend gegen 18.00 Uhr im Gasthaus. Dann wird es
hier voll und der Tanzabend beginnt. Also auch für die Kapelle ein
anstrengender Tag.