Das Osterwasser holen
Damals holten die Mädchen in der Nacht zum Ostersonntag zwischen 00.00 Uhr und 1.00 Uhr das Osterwasser aus einem Fließ, das aus östlicher Richtung, also vom
Sonnenaufgang her, floss.Das Osterwasser diente zu Heilzwecken bei Menschen und Tieren. So wurde das Vieh mit Osterwasser besprengt, damit Krankheiten fern gehalten werden.
Aber auch der Glaube an Reinheit und Schönheit durch das Wasser trieb die Mädchen des Nachts raus an das Wasser. Hals und Gesicht wurden mit dem Wasser gewaschen, denn das Osterwasser verlieh der Trägerin Schönheit und Frische für ein ganzes Jahr.
Wehe, wenn...
Auf dem Hin- und Rückweg mußten die Mädchen schweigen, sonst
verlor das Wasser seine Wirkung. Wer das Schweigegebot verletzte, hatte nur
Plapperwasser und wurde ausgelacht. Das Osterwasser verlor völlig seine Wirkung!
Die Jungen des Dorfes versuchten die Mädchen auf dem Rückweg mit Erschrecken oder Scherzen zum Sprechen zu bewegen. Die Mädchen konterten dann mit einem kühlen Guss aus dem Tonkrug.
Gefror das Wasser, so konnte man am Eis das Leiden Christi erkennen.
Die Jungen des Dorfes versuchten die Mädchen auf dem Rückweg mit Erschrecken oder Scherzen zum Sprechen zu bewegen. Die Mädchen konterten dann mit einem kühlen Guss aus dem Tonkrug.
Gefror das Wasser, so konnte man am Eis das Leiden Christi erkennen.




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