In einigen Dörfern des Spreewaldes wird auch heute
noch mit den Kindern das sorbische Osterspiel Waleien
(walkawanje) gespielt.
Dazu benötigen Sie gekochte und bemalte Eier, Bonbons oder Cent-Stücken, die
Grube mit der Bahn (walka) in der die Eier rollen sollen und natürlich ein paar
Kinder.
Die Grube sollte etwa einen Meter breit und zwei bis drei
Meter lang sein. Beim Ausheben der Grube entsteht eine abschüssige Bahn, die am
hinteren Ende etwa 30 bis 40 cm tief ist.
Und dann kann das Spiel um die
bunten Eier schon beginnen.
Ein Kind legt sein Ei in die Grube. Nun muß
das nächste Kind versuchen, mit seinem in die Grube kullerndem Ei das Ei des
ersten Spielers zu treffen. Hat er einen Treffer erzielt, so darf er das Ei
des ersten Spielers an sich nehmen und erhält zusätzlich ein Bonbon (Cent-Stück)
als "Gewinn".
Trifft er nicht, so muß auch sein Ei in der Grube bleiben.
Das nächste Kind darf nun sein Ei in die Grube kullern. Werden von ihm beide
Eier getroffen, darf es auch beide Eier aus der Grube nehmen und erhält dafür
zwei Bonbon.
Das Kind, welches trifft, darf solange weiter spielen, bis
es kein Ei mehr "ankullert". Dann ist der nächste Spieler dran.
Das
Spiel ist vorbei, wenn alle Eier in der Grube liegen geblieben sind.
TIPP: Damit jedes Kind auch seine Eier erkennt und es keinen Streit
gibt, ist es wohl am Besten, wenn die Kinder ihre Eier selbst bemalen können.
Zur Geschichte
Ostern steht für den lebenspendenen Frühling und für das
Wiedererwachen der Natur. Das Waleien gilt als Fruchbarkeitszauber.
Kullernde Eier über Wiesen und Felder sollen das Wachstum und das Gedeihen der
Saaten günstig beeinflussen.
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