
Wer das Glück hat, ein typisches Spreewaldhaus zu bewohnen, trägt auch
jede Menge Verantwortung für das meist denkmalgeschützte
Blockbohlenhaus mit dem Reetdach. Immer wieder gibt es was an Ihnen zu
tun. Das Reet muß festgeklopft, wieder aufgefüllt, die Oberfläche von
Moos und Flechten gereinigt werden.
Was einst billig vor der Haustür wuchs, muß heute teuer eingekauft werden. Rund
30 000 Euro kostet die Neueindeckung eines Wohnhauses. Private Denkmalbesitzer
können bei der Denkmalpflege Förderungen beantragen. Doch die Mittel sind
beschränkt. Und so können in ganz Brandenburg gerade mal 15 Dächer pro Jahr
gefördert werden.
Nach 1900 wurden immer mehr Häuser aus Stein nach
städtischem Vorbild gebaut. Typische Spreewaldhäuser sieht man in Leipe, Lehde
und Burg. Burg ist die größte Streusiedlung Deutschlands. Circa 650 Hofstellen
gab es hier einst.
Für die Burger Streusiedlung wurde im Jahr 2003 sogar
eine Planungsfibel fertiggestellt. Sie enthält bauliche und landschaftliche
Entwicklungsvorschläge, sowie rechtliche Vorgaben zum Bau und Erhalt einer
typischen Hofanlage.