Hahnrupfen (Kokot) Erntebrauch
Verschiedene Bräuche werden zum Erntefest begangen. Hahnrupfen, Kranzreiten, Froschkarren, Stollenreiten. Am verbreitesten ist das Hahnrupfen. Auf einem abgeernteten Feld wird der mit Eichenlaub geschmückte Torbogen aufgestellt. Unverheiratete Männer hoch zu Roß versuchen die an dem Querbalken angehängten Kleinigkeiten (Zigaretten, Lutscher, Mini-Alkoholfläschen) abzureissen. Sind die Pferde auf dieser Art und Weise eingeritten, wird der tote Hahn (Kokot) kopfüber aufgehangen. Wer den Kopf abreißt, wird erster König, die Flügel bedeuten zweiter und dritter König.
Mädchen in Tracht begleiten dieses Fest und die Könige dürfen sich mit verbundenen Augen aus diesem Kreis ihre Königin wählen. Pferd und Reiter erhalten einen Ehrenkranz aus Eichenlaub und nun ziehen die Königspaare in Richtung Gaststätte zum Tanz. Der Hahn wird als Fruchtbarkeitssymbol gesehen. Da er sich in der Zeit der Aussaat und Ernte verausgabt hat, ist er als Fruchbarkeitsgeist für ein nächstes Jahr zu schwach und alt und muß deshalb gerupft werden.
Mädchen in Tracht begleiten dieses Fest und die Könige dürfen sich mit verbundenen Augen aus diesem Kreis ihre Königin wählen. Pferd und Reiter erhalten einen Ehrenkranz aus Eichenlaub und nun ziehen die Königspaare in Richtung Gaststätte zum Tanz. Der Hahn wird als Fruchtbarkeitssymbol gesehen. Da er sich in der Zeit der Aussaat und Ernte verausgabt hat, ist er als Fruchbarkeitsgeist für ein nächstes Jahr zu schwach und alt und muß deshalb gerupft werden.
Kaupen
Das sind große, hochwasserfreie Sandinseln, auf denen meist Gehöfte angesiedelt sind. Burg-Kauper oder Lehde bestehen zum Beispiel aus diesen Inseln. Insel heißt auf niedersorbisch: Kupa.
Kahnfahrt
Wer einen Besuch im Spreewald plant, sollte auch eine Kahnfahrt unternehmen. Kahnfahrten haben eine lange Tradition. Früher wurde der Kahn allein zum Transport von Gütern (Heu, Gurken oder Vieh) und Menschen genutzt. Das war notwendig, da es kein gut ausgebautes Verkehrsnetz gab. Zur Schule, Hochzeit oder auch Beisetzung, mit dem Kahn gings am besten. Mit der Jahrhundertwende und der Entwicklung des Fremdenverkehrs nutzt man den Kahn nun auch für den Spreewaldbesucher. Handgestakt mit dem Holzkahn durch den Spreewald, für den Naturliebhaber ein unbedingtes Muß.
Kahnabfahrtstellen finden Sie hier.
Leinöl
Aus dem Samen der Flachspflanze (Leinsamen) wird das Leinöl gewonnen. In der Spreewälder Küche gibt es die verschiedensten Rezepte mit Leinöl. Pellkartoffel, Leinöl und Quark oder Spreewälder Gurkensalat gehören unter anderem dazu. Leinöl gehört zu den wertvollen Pflanzenölen, ist sehr gesund und bekömmlich. Doch nicht nur in der Küche findet das gelbe Öl seine Verwendung, sondern auch als Heilmittel in der natürlichen Medizin. So lindert warmes Leinöl Heiserkeit, Reizhusten und Verstopfung.
Wissenswertes zum Leinöl in Buchform
Mücken
Mücken können sich zu richtigen Plagegeistern entwickeln. In der Spreewaldregion hat die Mücke hervorragende Grundlagen, sich zu vermehren. Doch ist das, wie auch in anderen Regionen, sehr Wetter- und Jahreszeitabhängig. Jeder Mensch empfindet anders. Drum an dieser Stelle ein Tipp: Mückenspray oder Creme vorsichtshalber ins Reisegepäck!
Eine alte Bauernregel besagt: Große Mückenplage kündet guten Haferstand, bleiben die Mücken aus, werden Hafer und Gräser knapp.
Außerdem dient die Mücke dem Frosch als Futter. Und wo der Frosch im Spreewald sitzt, ist auch der Storch nicht weit.
Eine alte Bauernregel besagt: Große Mückenplage kündet guten Haferstand, bleiben die Mücken aus, werden Hafer und Gräser knapp.
Außerdem dient die Mücke dem Frosch als Futter. Und wo der Frosch im Spreewald sitzt, ist auch der Storch nicht weit.




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