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Ankleidefrau

Ankleidefrauen sind Helferinnen bei dem Anziehen der sorbisch-wendischen Tracht. Die Tracht besteht aus Unterrock, Rock, Schürze, Band, Leibchen, Halstuch und Haube. Sie wird meist zu traditionellen Festen, zum Beispiel der Fastnacht oder zu Heimatfesten getragen. Das Anziehen der Tracht ist schon fast eine Wissenschaft. Ohne die Hilfe einer zweiten Person, einer geübten Ankleidefrau, kann man das Halstuch zum Beispiel nicht genau und vor allem rutschfest anstecken. Eine Menge Stecknadeln sind für das Ankleiden einer Tracht unverzichtbar. Etwa zwei Stunden benötigt man, ehe die Trägerin der Tracht fertig angekleidet ist.

Biosphärenreservat

Das bereits 1990 gegründete und 1991 von der Organisation der vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) anerkannte Biosphärenreservat Spreewald gehört zu den rund 350 Biosphärenreservaten weltweit. Das Reservat erstreckt sich auf einer Fläche von circa 48.000 Hektar. Gemäß den internationalen Richtlinien ist das Gebiet in verschiedene Schutzzonen unterteilt.

  • Schutzzone I:
    Wird ganz Ihrer Natürlichkeit überlassen und ist für Touristen und Spreewälder tabu.

  • Schutzzone II:
    Ist die Pflege- und Entwicklungszone; hier wird durch Nutzung und Pflege die Artenvielfalt von Flora und Fauna erhalten. Das Radeln und das Wandern ist hier auf Wegen erlaubt.

  • Schutzzone III:
    Zone der harmonischen Kulturlandschaft.

  • Schutzzone IV:
    Regenerationszone

Bank

Als Bank bezeichnet man im Spreewald die Brücken, die über Fließe führen. Die Bank kann nicht befahren werden. Hier heißt es, Ärmel hoch und das Fahrrad über die Brücke tragen. (denn die Bank hat Stufen). Sie ist besonders hoch gebaut, damit die Kähne mit ihrer Fracht vom Feld, zum Beispiel Heu, noch genügend Platz haben, um unten drunter lang zu fahren.

Fastnacht, wendische

Der bekannteste und in den meisten Dörfern gefeierte Brauch ist die Fastnacht (wendisch: Zapust). Circa 150 Jahre alt ist diese Tradition, die ihren eigentlichen Ursprung im Arbeitsleben hatte.

Nachdem die winterlichen Arbeiten an den Spinnrädern in der Spinte beendet waren, war die Fastnacht der Höhepunkt des Abschlusses. Dieser Brauch beendete die Zeit zwischen Ernte und Aussaat. Der Fastnachtsumzug findet an einem Sonnabend oder Sonntag (Januar, Februar, vereinzelt auch bis Mitte März) statt.

Die jungen Männer tragen Anzug, Schlips und manchmal Hut, die Mädchen haben die spreewaldtypische Festtagstracht an. Alle Mädchen versammeln sich in einer Gruppe in der Gaststätte und erwarten die Burschen. Vor dem Verlesen der Festordnung und dem Eintanzen, wird den Männern an Revers oder Hut der Zapuststrauß (Sträußchen aus künstlichen Blumen) gesteckt.

Dann stellen sich die Paare vor dem Gasthaus zum Fotografieren auf. Jetzt folgt der eigentliche Umzug. In geordneter Reihenfolge ziehen die Paare nun durch das Dorf. Begleitet werden sie von einer Kapelle. (Bei sehr großen Umzügen sogar von zwei Kapellen.) Besondere Dorfbewohner erhalten einen Ehrenbesuch, ihnen wird das Zapuststräußchen angesteckt und es wird eine Ehrenrunde getanzt.

Die so geehrte Person bedankt sich mit einem Obulus (meist Kaffee und Kuchen) bei den Umzugspaaren. So eine Tour durch das Dorf kann schon einige Stunden dauern.

Meist beginnt der Umzug um 13.30 Uhr und endet erst am Abend gegen 18.00 Uhr im Gasthaus. Dann wird es voll im Gasthaus und der Tanzabend beginnt. Also auch für die Kapelle ein anstrengender Tag.

Gurken, Spreewälder

Spreewälder Gurken dürfen sich nur diese Gurken nennen, die das Qualitätslogo tragen und folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestens 70% der Rohware wird aus dem Wirtschaftsraum Spreewald bezogen.

  • Die Erzeugung und die Verarbeitung erfolgt nur in Betrieben, die im Spreewald ansässig sind.

  • Die Süßung erfolgt bei Glasware bis 1700 ml nur durch Saccharose.

  • Kleiner als 1% ist die Gesamtsäure aus Grundsessig im Endprodukt.

  • Verwendet werden frischer Dill, frische Zwiebeln und Kräuter sowie Meerettich.

Gurkenradweg

Pedale tretend durch den gesamten Spreewald.

Für die etwa 300 km Gesamtlänge des Radweges sollte man circa eine Woche einplanen. So hat man Zeit, die Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen und die Natur mit all seiner Schönheit auf sich wirken zu lassen.

Der Gurkenradweg ist sehr gut ausgeschildert. Immer der radelnden Gurke nach. Auch muß man sich darauf gefasst machen, mal sein Fahrrad über eine Brücke (Bank) zu tragen. Tourenvorschläge können Sie hier ausdrucken.

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