Zweisprachige Ortseingangsschilder und Wegweiser zeigen dem Gast, dass hier einmal eine andere Sprache beheimatet war: sorbisch (wendisch). So heißt Lübben: Lubin oder Burg: Borkowy. Im dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) ging die Hälfte der sorbischen Bevölkerung verloren. Dadurch schrumpfte natürlich ein erheblicher Teil der sorbischen Sprachgebietes. Mit der Industrialisierung nach 1871 verschwand die sorbische Sprache als Muttersprache. Da in den Schulen vorwiegend in deutsch unterrichtet wurde, wurde die Mehrzahl der Sorben zweisprachig. Doch hat die Sprache das "Großdeutsche Reich" und die "DDR" überlebt. Nur die wenigsten beherrschen noch das Sorbische. So können nur noch die Alten wirklich sorbisch sprechen und tun es auch heute noch.
Im Gesetz zur Ausgestaltung der Rechte der Sorben (Wenden) im Land Brandenburg (Sorben/Wenden-Gesetz-SWG) vom 07. Juli 1994 im Paragraph 8 Sprache heißt es: Die sorbische Sprache, insbesondere das Niedersorbische, ist zu schätzen und zu fördern. Der Gebrauch der sorbischen Sprache ist frei.
Zampern
Das Zampern, auch Heischegang genannt, findet vor der Fastnacht statt. Die verkleidete Dorfjugend zieht an diesem Tag von Haus zu Haus und gibt auf jedem Hof ein Ständchen. Dafür bekommen Sie Eier, Speck oder Geld. Am Abend werden Eier und Speck in gemeinsamer Runde verzehrt. Der fantasievollen Kostüme sind heutzutage keine Grenzen gesetzt. Die Zamperfiguren sollen den Winter vertreiben und den Frühling, die fruchtbare Zeit empfangen.
Hier haben Sie die Möglichkeit, eine individuelle Liste mit möglichen Urlaubszielen, Unterkünften oder Ereignissen zu erstellen und sich diese als E-Mail zusenden zu lassen.