
Das erforderte besonderes handwerkliches Geschick und setzte
spezialisiertes Können voraus.
So entstand die heute kiellose, flache
Kahnform. Der Spreewaldkahn ist ein flaches Gleitboot, vorn breiter als
hinten und so eine Art Landungsboot, mit dem der Bauer vom Fließ "auf die Wiese
fährt".
Viele Gäste, die zum ersten Mal den Spreewald bereisen oder über den Spreewald gelesen haben, staunen über das ungewöhnliche Fortbewegungsmittel Kahn. Wir werden oft gefragt, wie man denn die Ruderstange nennt. An dieser Stelle möchten wir mit einem Augenzwinkern aufklären: Die Ruderstange nennt man Rudel und der Kahn wird gestakt.
Fährmänner dürfen Ihre Gäste nicht einfach so durch die Spreewaldfließe staken. Dafür muß er den Schiffsführerschein der Kategorie E (Personenkähne) ablegen, außerdem eine theoretische und praktische Prüfung für Fährleute und einen Erste-Hilfe-Lehrgang besuchen. Erst dann darf er sich Fährmann nennen... und es gibt auch Fährfrauen.